Torshavn Marathon Färöer

Die Startnummernausgabe erfolgte im (SMS) Shopping Zentrum der Hauptstadt. Für die kleinste Hauptstadt der Welt war es auch gefühlt die kleinste Marathon Messe, die ich je besucht habe. Um 10:00 Uhr morgens sollten die Startnummern abholbereit sein, als wir um 12:00 Uhr ankamen, waren diese aber immer noch nicht verfügbar. Neben der Startnummer gab es die obligatorischen Sicherheitsnadeln und eine Info über den Standort des Starts.

Auf der Marathon Messe wurden von dem Sportladen, Schuhe und Kleidung angeboten und das vor ab bestellbarer Marathon Shirts Abhole,bar. Für kurzentschlossene wurde von dem Sportladen eine sehr nette Geste angeboten. So war es möglich, auch ohne bestelltes T-Shirt, sich ein Produkt aus dem Geschäft auszusuchen und dieses kostenlos bedrucken zu lassen. 

Insgesamt war das kleine Orga Team, sehr hilfsbereit und zuvorkommend und hat sich rührend um die internationalen Gäste gekümmert

Am Wettkampftag, dem Sonntag bestand ab 11:00 Uhr, die Möglichkeit, das Gepäck 50 m vom Start entfernt in einem Raum unbeaufsichtigt abzulegen. Dort wurde nach dem Rennen auch die Zielverpflegung angeboten. In den Räumlichkeiten bestand auch die Möglichkeit, die Toiletten zu nutzen und sich umzuziehen. Duschmöglichkeiten waren keine vorhanden. Im Startbereich wurde noch fleißig aufgebaut und das auf der Internetseite angepriesene Warm up fand leider nicht statt. Der Bürgermeister hielt 10 Minuten vor dem Start Eine kleine Rede, dieser lief selbst auch bei dem 10 km Lauf mit.

Angeboten wurden die Distanzen 5 km 10 km Halbmarathon und Marathon und die Halbmarathon Strecke als Walking. Alle Teilnehmer sind gleichzeitig gestartet.

Der Start war pünktlich um 13:00 Uhr und es ging direkt nach dem Start die ersten paar Höhenmeter durch den Ort hindurch. Die Strecke führte in Richtung Hafen, vorbei an einem Altenheim, bei dem die erste große Zuschauermenge jubelte. Die ersten 5 km wurden auf einem Rundkurs im Ort absolviert. Somit war das Teilnehmerfeld bei der zweiten Runde schon deutlich reduzierter. 

Schon innerhalb von Thorshavn gab es einige kleinere Hügel zu bezwingen. In der zweiten Runde ging der Lauf vorbei am Vorort Hoyvik. Von dort an, dann mit einem größeren Gefälle am Industriegebiet, vorbei in den Fjord.

Dort begrüßt mich die ersten Schafe auf der Strecke. Bis Kilometer 18 überholte mich in regelmäßigen Abständen ein Feuerwehrauto mit Blaulicht und ein Streckenposten, die teilweise noch die Straßensperre aufstellten.

Circa alle 6 km gab es ein Getränkestand, als Erstläufer kümmerten sich die Helfer vor Ort ganz besonders um einen. Hier konnte ich immer wieder nette kurze Gespräche mit den Helfern während der Ladeezeit führen. Angeboten wurde an den Ständen Wasser, Iso und Bananen. Ein überschaubares Angebot, welches aber entsprechend dem Importlandes und des kleinen Rahmes der Veranstaltung absolut in Ordnung war. 

Das Wetter hätte am Wettkampftag nicht besser sein können. Der Wind war teilweise ein weiteres herausforderndes Hindernis zu den Höhenmetern aber es hätte ja auch dauerhaften Starkwind oder Regen geben können. 

Bei der faszinierenden Landschaft und dem Meerblick auf dem Weg durch den Fjord galt besondere Vorsicht gegenüber der vielen Bodengittern in der Straße als Begrenzung für die Schafe und der bevorstehenden Steigungen. Bei Kilometer 24,5 wurde der Ort Kaldbak erreicht, in welchem der Wendepunkt für die Marathon Läufer positioniert war. Von dort an ging es zurück durch die Bucht und die ersten folgenden Marathonläufer kamen mir entgegen. Die Anstrengung der Höhenmeter, des Windes aber auch die Freude an der Teilnahme dieses Events war den Mitläufern anzusehen. 

Ab Kilometer 37 wurde ich im letzten großen Anstieg vor Torshavn von dem Färöer Oliver Granhøj überholt, der sich auch als Sieger durchsetzen konnte. Bis dahin war ich noch nicht sicher, ob ich meinen Platz an der Spitze überhaupt bis zurück in die Hauptstadt verteidigen und annähernd halten kann. 

Wieder in größerer Zivilisation angekommen wurde auch der Jubel durch Zuschauer größer und einige Halbmarathon Läufer konnten überholt werden. Auf dem letzten Kilometer ging es am Hafen vorbei in die Innenstadt. 

So langsam konnte ich realisieren, eventuell doch unter den ersten Marathon Läufern ins Ziel zu kommen und freute mich um so mehr anzukommen. 

Erwartet wurde ich vor dem Zielkanal von meiner Bekanntschaft Peter Jensen, einem der Helfer und auch Teilnehmer des 5km Laufes. Er erwartete mich euphorisch um die letzten Meter mit mir gemeinsam in Richtung Ziel zu laufen und zu gratulieren. Kurz vor dem Ziel passierte ich meine Partnerin, die nicht nur meine Läufe erträgt und geduldig im Ziel mitfiebert, sondern auch Fotografin, Laufmanagerin, Tränentrocknerin, Nackenmasseurin und beste Freundin in einer Person zusammenfasst! Die letzten Meter „schwebte“ ich den kleinen Berg herunter an der Kirche vorbei und durch den Zielbogen. 

Dort angekommen wurden die Läufer von den Helfern und Zuschauern herzlich empfangen und erhielten ihre Medaille und diverse Getränke. Die Helfer leiteten mich dann in Richtung Gemeindehaus um sich zu verpflegen. Dort wurde dann frischer Lachs auf Bulgur sowie Wasser, Bier, Kaffee und Kuchen kostenlos bereitgestellt. Die Siegerehrung wurde auf 17 Uhr abgegeben und so bestand noch über eine Stunde Zeit zur Erholung und „ankommen“. Um 16:30 Uhr stellten wir dann jedoch fest, das mein Name bereits vom Zielbereich aus den Lautsprechern kam und wir stellten fest das ich beinahe meine Siegerehrung verpasst habe. Kurz auf das Podest gesprungen bekam ich die Medaille für den zweiten Platz umgehängt und gratulierte den beiden Färöern. 

Auch Peter suchte mich nochmals auf um mir zu gratulieren und um ein Foto zu beten. Er kreierte auch das Laufshirt für die Färöer, welches ich bei ihm am Vortag bestellt habe. Nach diesem Triumph fragte er mich, ob ich für ihn auch das Shirt im Ziel für Werbezwecke anziehen könnte. Gerne willigte ich ein und kam so neben einer neuen Bekanntschaft über den Ozean auch auf die Modellkariere eines Färöer Sportgeschäfts und des National-Shirts. 

Danke für die Unterstützung an alle Helfer und Organisatoren sowie Liv Jacuk. Es war ein unvergessliches Erlebnis! 

Eine Reise auf die Schafinseln – Färöer

Die Nordländer standen schon eine lange Zeit auf meiner Reiseliste, die Färöer hatte ich als Reiseland aber bisher nicht groß auf dem Schirm. Da ich dieses Jahr nur sehr begrenzt Zeit hatte und zusammen mit meinem Freund auf Reisen wollte, sind wir bei unserer Recherche nach potentiellen Urlaubszielen auf die Färöer gestoßen und auch auf die Möglichkeit für ihn, am Marathon in der kleinsten Hauptstadt der Welt, Torshavn, teilzunehmen (Infos zum Marathon hier)

Mit dem Flugzeug sind die Färöer, genauer gesagt die Insel Vagar, sehr gut zu erreichen. Wir haben uns für einen Flug von Frankfurt aus, mit Zwischenstop auf Kopenhagen mit der Fluggesellschaft Scandinavian Airlines (SAS) entschieden (ca. 600€ p.P.) und waren ca. 4 Stunden unterwegs. Zu Pfingstferienbeginn haben wir es trotz Flughafenchaos, Flugverspätung und Gatesprints halbwegs gut auf die Insel geschafft, unser Gepäck musste leider den nächsten Flug nehmen und wir konnten es erst am Tag drauf am Flughafen abholen. MERKE: immer die wichtigsten Tabletten, Ersatzwäsche und Hygieneartikel ins Handgepäck!

Die ersten drei Tage haben wir auf der Insel Vagar im Ort Sorvagur, in der Nähe des Flughafens (in Pouls Guesthouse) verbracht. Der Flughafen war ca. 1,4 km von diesem entfernt und so war für die ersten Tage weder Bus noch Mietwagen notwendig. Die in der Ortschaft liegenden Restaurants, Lebensmittelgeschäfte und Cafés waren fußläufig erreichbar. Zu empfehlen ist hier auf jeden Fall das Café Zorva. Hier gibt es Burger (darunter auch Lammfleisch-Burger), Pizza, Pita und auch indisches Essen, das Preis-Leistungs-Verhältnis war für färösische Bedingungen vollkommen in Ordnung. Die Insel Vagar eignete sich für uns sehr gut als Ausgangspunkt für die ersten langen Wanderungen ( mehr findet ihr hier und hier) für die, Stand Mai 2023, keine Gebühr fällig war. Da ein Großteil der Landfläche auf den Färöern in Privatbesitz sind, erheben inzwischen viele Landwirte für die Nutzung und Überwanderung der Flächen eine Gebühr von teilweise 60€ pro Person.

Von Sorvagur aus gelangt man entweder mit dem Bus oder auch per Mietwagen auf der einzig weiterführenden Straße nach Bour und weiter nach Gasadalur. Bour ist ein sehr kleines, ruhiges Dörfchen welches für die mit Gras bedeckten Häuser bekannt ist. Auch die kleinen Bootshüttchen am Strand sind einen kurzen Abstecher wert. Wirklich mehr als spazieren zu gehen, kann man hier allerdings leider auch nicht machen. Da bietet sich Gasadalur schon eher an. Neben dem sehr bekannten Wasserfall Mulafossur, der auch noch ohne Gebühr besichtigt werden kann, befindet sich in diesem Ort auch ein kleines Café und auch ein kleiner Souvenirladen. Bei dem Spaziergang um das Dorf herum (nur auf den abgesteckten Wegen gehen!) lassen sich neben vielen Möwen auch Papageientaucher beobachten.

Nach unserer Zeit auf Sorvagur, haben wir unseren Mietwagen am Flughafen abgeholt. Mit diesem sind wir, nachdem wir Bour und Gasadalur besucht hatten zu unserer nächsten Unterkunft, dem Capitains-Haus in Hvannasund auf der Nordinsel aufgebrochen. Hvannasund liegt auf der nördlichsten Insel der Färöer und ist mit dem Auto zum einen über den Landweg oder den Tunnelweg zu erreichen. Für die Hinfahrt hatten wir uns für den Landweg, ohne Unterwassertunnel, entschieden und haben so einige hundert Dänische Kronen gespart. Zudem hatten wir so die Möglichkeit, immer mal wieder Foto-Stops einzulegen. Für die einfachen Tunnel zahlt man pro Durchfahrt 100 DKK, der große Unterwassertunnel nach Torshavn kostet 175 DKK (mehr dazu unter Reisetips Färöer).

Für den ersten Tag auf Hvannasund, hatten wir eigentlich eine größere Wanderung am nördlichsten Punkt der Färöer, in Vidareidi geplant. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und wir entschieden uns spontan für einen Ausflug nach Klaksvik auf der Nachbarinsel. Neben einem Abstecher in die Brauerei (Foroya Bjor) und dem Alkoholshop weiter unten am Hafen (hier am besten in der Brauerei nachfragen!) sollte man auch dem Frida Kaffihus bei der Tour-Info einen besuch abstatten. Relativ spontan ging es für uns an diesem Tag noch mit der Fähre auf die Insel Kasloy.

Hier am besten das Auto stehen lassen und auf der Insel den Bus nutzen! So bekommt man auch auf der letzten Fähre noch mit Sicherheit einen Platz! Die Überfahrt für Personen kostet 40DKK p.P. und dauert ca. 20 Minuten. Der Bus wartet direkt am Hafen und fährt einen zu den Sehenswürdigkeiten dem Kallur-Leuchtturm und der Robbenfrau. Hier zahlt man zwischen 10DKK und 20DKK pro Fahrt. Man sollte hier auf jeden Fall den Fahrplan beachten und genug Wanderzeit einplanen. Wir sind etwas sportlich den Berg zum Leuchtturm in 45 Minuten hochgesprintet! Auf jeden Fall erwartet einen eine tolle Aussicht und für die James-Bond-Fans noch der Grabstein. Noch ist diese Wanderung kostenfrei, zukünftig wird hierfür aber wohl auch eine Gebühr verlangt. Die Sage um die Robbenfrau findet ihr hier. Eine eindrucksvolle Statur die mit einer tollen Umgebung auch zum verweilen einlädt.

Für den letzten Tag in der Gegend von Hvannasund haben wir uns für eine Fahrt mit dem Postboot (40DKK p.P.) entschieden. Einen Abend vorher haben wir uns am Hafen informiert und kurz angemeldet. Am morgen ging es bereits gegen 07:45 Uhr am Hafen von Hvannasund los und die Fähre, beladen mit allerlei Baumaterial, Kanistern und Holzpfählen für den Zaunbau fuhr nach und nach die Inseln Svinoy und Hattarvik ab. eine wackelige Angelegenheit da die Fähre in den meisten Fällen nicht anlegte, sondern kurz das Material über Bord warf und direkt weiterfuhr. Aussteigen ist auf den Inseln möglich, allerdings wird man erst mit der nächsten Fähre wieder abgeholt was gute 6-7 Stunden dauern kann. Nachmittags haben wir uns noch für einen Ausflug in den Ort Muli auf Bordoy entschieden und haben auch dem Ort Kunoy besucht. Beides eher Geheimtips, eher weniger gut besuchte Orte bei denen man die Ruhe genießen kann und die Natur auch etwas für sich hat.

Nach unserem Aufbruch in Hvannasund ging es Richtung Torshavn, den Mietwagen zurückbringen. Dieses Mal haben wir uns für den Unterwassertunnel entschieden, waren aber doch etwas enttäuscht. Da sind die kleinen, einspurigen Insel-Tunnel die in die Felsen gemeißelt wurden deutlich spannender. In Torshavn hatten wir das Glück, am gleichen Tag noch ein Kulturfestival mitzuerleben. Nach dem Abholen der Startnummer für den Torshavn-Marathon am Vormittag im SMS-Shoppingcenter , konnten wir den Tag in der Stadt verbringen und viele verschiedene kulturelle Angebote besuchen. Vor dem Marathontag haben wir das Programm eher entspannt angehen lassen und sind für einen Spaziergang mit der Fähre auf die Insel Nolsoy gefahren. Das kleine Dörfchen lädt zum Verweilen und Vögel beobachten ein. Eine größere Wanderung auf den nahegelegenen Berg ist möglich, war für uns aus Zeitgründen aber nicht drin.

Nach dem Marathon am 04.06 (den ausführlichen Marathon-Bericht findet ihr hier) sind wir mit der Fähre Smiril auf die Insel Suduroy, ganz in den Süden gefahren (80DKK p.P für Hin- und Rückfahrt). Mit einem Bus konnten wir vom Hafen nach Tvoroyri fahren, der Busfahrer ließ uns direkt vor unserer Unterkunft raus. Hier hatten wir nach dem Marathontag in einer tollen Unterkunft (Bootshaus mit Aussicht) die Möglichkeit zu entspannen und nochmal zu wandern. Tvoroyri bietet viele kleine Geschäfte und zusätzlich auch eine Bäckerei mit der wir unser Frühstück an beiden Tagen sichern konnten. Wandern war auf dieser Insel nochmals sehr gut möglich. Unsere Tour (die ihr hier findet) empfiehlt sich aber nur für geübte Wanderer mit guter Trittsicherheit und Ausdauer. Wir waren einige Stunden unterwegs und mussten teils über unwegsames Gelände klettern.

Unseren Färöer Urlaub beendeten wir wieder auf der Insel Vagar in der Nähe des Flughafens. Hier hatten wir uns nur für eine Nacht in Sandavagur eine Unterkunft gebucht. Hier kann man das Restaurant Fiskastykkid empfehlen. Zwar relativ teuer aber sehr schön zu sitzen und gut zu speisen.

Auf Sandavagur wurden wir auch noch Zeuge eines Grinds, einer sehr fragwürdigen Wal-Fang-Tradition die auf den Färöern jährlich durchgeführt wird. Hierzu gibt es eine sehr aktuelle Reportage in der ARD!

Die Instagram-Welt

In meiner Jugend spielte Instagram noch keine wirklich relevante Rolle bei mir. Nach und nach verabschiedete sich allerdings Facebook als Social-Media-Netzwerk und Instagram wurde immer beliebter und bekannter. So habe auch ich mir 2015 einen Account unter dem Namen livi_ja angelegt. Anfangs hauptsächlich, um mein Hobby das Fotografieren und hier hauptsächlich die Makrofotografie mit anderen zu teilen.

Hin und wieder ließ ich meine Follower auch an meinen Reisen teilhaben wobei ich das private Leben weitestgehend aus den Online-Netzwerken draußen ließ. Inzwischen teile ich fast nur noch Bilder die ich mit meiner Drohne aufnehme und stelle die Makro-Bilder die ich mit der Kamera mache nur noch auf meine Website. Mit der Zeit und gerade auch, wenn man einen öffentlichen Account hat, merkt man, wie sich das Interesse der Follower verändert. Unter langweiligen, nicht bearbeiteten „Hobby-Bildern“ findet man weniger likes und weniger zusprechende Kommentare. So gerät man doch auch immer wieder unter Druck, den „perfekten shot“ zu liefern. Nicht selten verschwinden so immer wieder Accounts, die einfach genug haben von dem „Likes-Sammeln“ oder die mit dem Druck des „immer besser Werdens“ in jeglicher Hinsicht nicht mehr zurecht kommen.

Mir geht es inzwischen nicht mehr um das Wetteifern wer das bessere Bild gemacht hat. Ich möchte meine Leidenschaft, das Fotografieren und Drohne fliegen mit anderen Teilen und auch von anderen lernen. Wenn man es mit einem Bild in einen „Repost“ von größeren Seiten schafft, ist es umso erfreulicher, dass die Bilder gefallen. Die Aktivität und das Hobby sollten aber definitiv nicht davon abhängen und man sollte sich nicht dadurch beeinflussen lassen. Da ich auch immer wieder Bilder zur Verwendung von Dritten anbiete, hat es mich sehr gefreut, dass die Sparkasse Markgräflerland meine Drohnenaufnahme für die Werbung zu WirWunderWebinare genutzt hat. Ein Projekt für Vereine um Spenden zu sammeln und so Projekte umzusetzen. So entstand mit meinem Drohnenbild ein schönes Werbevideo das noch einem guten Zwecke dient.

Wie auch immer: für mich ist es eine Plattform neben der Website, meine Bilder zu zeigen und andere vielleicht auch für mein Hobby zu motivieren. Likes sind schön, werden mein Interesse am Fotografieren und Drohne fliegen aber nicht beeinflussen.

Die Insel Saaremaa

Ein Kurztrip auf die Insel Saaremaa:

Da Tallinn doch sehr touristisch ist, habe ich mich dazu entschlossen noch einen Kurztrip auf die Insel Saaremaa zu machen. Von Tallinn aus gelangt man entweder mit einem Mietauto (ca. 30 – 50€ am Tag) aber auch mit einem Reisebus, der nur ca. 13€ pro Fahrt kostet nach Kuressaare, der Inselhauptstadt. Die Fahrt mit dem Bus dauert ca. 4 Stunden, mit einem eigenen Auto und wenn man direkt eine Fähre erwischt, ist man in 2 Stunden dort. Gebucht habe ich meinen Bus online unter tpilet.ee. Je früher man hier bucht desto billiger ist der Bus. Der Busbahnhof liegt etwas außerhalb der Stadt, ist mit Bus oder Straßenbahn in wenigen Minuten erreichbar, zu Fuß benötigt man zum Tallinna Bussijaam ca. 30 Minuten (Website findet man HIER).

In Kuressaare habe ich mich für fünf Nächte im Ovelia B&B einquartiert. Inklusive Frühstück habe ich hier 175€ gezahlt, was für die Leistung vollkommen in Ordnung war. Das Frühstück war im großen und ganzen in Ordnung, in ca. 15 Minuten war man vom Busbahnhof an der Unterkunft und in weiteren 15 Minuten zu Fuß in der „Innenstadt“. Da ich mich für die Fahrt mit dem Reisebus entschieden habe, hatte ich die ersten Tage in Kuressaare kein Auto zu Verfügung und war hauptsächlich in der Stadt und der Umgebung unterwegs. So habe ich auch zum großen Supermarkt an der Tallinna/Ringtee-Kreuzung und zum dahinter liegenden Friedhof (Kudjape kalmistu) gefunden. Dort lässt sich die ein oder andere Stunde verbringen. Viele Gräber sind sehr alt und gerade an einem eher düsteren Tag hinterlassen sie eine mystische, etwas unheimliche Stimmung. Hier waren nur wenige Menschen unterwegs und man konnte die Ruhe genießen. Weitere auf jeden Fall sehenswerte Orte sind die Festung im südlichen Teil der Stadt, der Kuursaal (Kuurhoone) mit seinen empfehlenswerten Fisch-Menüs (dazu unten mehr), die Innenstadt von Kuressaare mit seinen vielen kleinen Restaurants und Cafés sowie die kleinen Gassen mit Souvenirläden und wunderschönen Häuschen.

Da bei mir das Wetter nicht so mitspielte und es sich sehr schwierig gestaltet, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die Insel zu erkunden, habe ich mich in der Touristeninformation in Kuressaare nach einem Mietwagen informiert. Wider Erwarten wurde mit ein Zettel mit einer Adresse von „ONAUTO“ in die Hand gedrückt. Diesen kleine Autoverleih findet man in der Ara 53a. Ich bin dort einfach vorbei gelaufen und habe mich nach einem Auto erkundigt. Sofort wurde mir für 25€ ein Mietwagen zugesagt, nur Pass und Führerschein musste ich vorweisen. Gezahlt wurde in Bar. Die Preise und Abhandlung waren sehr einfach, die Autos relativ alt aber vollkommen in Ordnung. Da die Wege und Straßen abseits der Städte oft aus Schotter und Kies sind, sind hier Schäden an Lack und Scheiben nicht ausgeschlossen. Mit einem älteren Auto fühlt man sich hier um einiges sicherer.


Mit dem Auto war ich somit um einiges flexibler und konnte die gesamte Insel erkunden. Angefangen habe ich mit dem Meteoritenkrater bei Kaali. Sehr spektakulär war dieser leider nicht, erinnerte eher an einen kleinen Tümpel wie man ihn immer wieder im Schwarzwald findet. Nach einem kurzen Stop bin ich auch schon weiter gefahren, um mir die Angela Windmühlen bei Viira anzuschauen. Hier gab es leider auch nicht so viel zu sehen, ein kurzer Stop reicht meiner Meinung nach vollkommen aus. Um näher an die Windmühlen zu gelangen und diese auch von innen zu besichtigen ist ein Eintritt fällig. Fährt man allerdings einfach so durchs Land, findet man immer wieder Windmühlen, die keinen Eintritt kosten und die trotzdem auch von innen besichtigt werden können.
Vom Angela Windmillpark ging es weiter in den Norden der Insel, dann die Küste entlang zum „Panga Cliff“. Eine Steilküste (nicht sooo steil wie man sich das vermutlich vorstellt) erwartet einen hier. Läuft man ein Stück die Küste entlang kann man über ein Seil nach unten klettern und direkt an den Klippen über den Steinstrand wandern. Ca. 500m weiter findet man eine gelb markierte Treppe und gelangt hier auch wieder nach oben auf den Wanderweg. Wanderrouten findet man auf einer großen Tafel am Parkplatz. Vom Panga Cliff aus bin ich wieder zurück in den Süden der Insel, zum Wandergebiet „Loose tammiku opperade“. Hier erwartet einen eine lange Allee aus alten Eichen. Folgt man dieser gelangt man zum Vogelbeobachtungsturm. Von hier aus kann man Kraniche, Schwäne und Gänse an der Küste beobachten.

Weiter ging es am nächsten Tag mit einem Trip in den Süden der Insel, nach Sääre zum „Sorve Leuchtturm“. Ich bin früh am Morgen losgefahren um den anderen vielen Touristen aus dem Weg zu gehen und mit der Drohne eine Runde um den Leuchtturm fliegen zu können. Gerade an einem nebeligen Morgen ist die Stimmung hier sehr düster und mystisch. Mit der Drohne waren tolle Aufnahmen möglich, allerdings auch nur kurz da dann doch einige Familien mit Kindern den Leuchtturm und die Umgebung inspizierten. Weiter bin ich mit dem Mietwagen in den Nordwesten, zum „Ohesaare bank“. Dabei handelt es sich um einen Kiesstrand auf welchem viele Steintürme in jeder erdenklichen Größe errichtet wurden. Eine schöne ruhige Atmosphäre! Da hier auch ein größerer Parkplatz war, konnte man sein Auto stehen lassen und 1-2 Buchten weiter die vielen Schwäne beobachten. Auf dem Weg zurück nach Kuressaare habe ich dann noch einen Stop beim Leuchtturm „Anseküla“ gemacht und noch einen Regenspaziergang am Strand „Mändjala“, kurz vor der Stadt. Gerade der Strand ist zu empfehlen. Bei gutem Wetter kann man hier toll schwimmen und er ist nicht so überlaufen wie der Stadtstrand im Süden von Kuressaare.

Als nächstes Ziel hatte ich mir eine Wanderung um die Landzunge im Nordwesten der Insel ausgesucht. Mit dem Auto bin ich zu dem Wanderparkplatz „Harilaiu matkarada“ gefahren. Von Kuressaare aus habe ich relativ lang, fast 60 Minuten gebraucht, ein Großteil der Strecke war off-road und sehr schlecht zu befahren. Auch hier war ich wieder froh, ein etwas älteres Mietauto zu haben. An dem Wanderparkplatz waren verschiedene Wanderungen beschrieben, auch die Umrundung der Landzunge mit einem Stop am „Kiipsaare Leuchtturm“. Da schon einige Leute auf dem Weg zu diesem Leuchtturm waren, bin ich die Runde verkehrtherum gelaufen und hatte somit meine Ruhe. Zuerst ging es die Küste entlang, dann immer wieder etwas weiter ins Landesinnere durch Kiefernwälder. Trotz der Aussage im Reiseführer, dass es in Estland Bären, Wölfe, Luchse und Elche gibt, war ich doch etwas erstaunt, auf dieser Runde die Überreste eines Bären gefunden zu haben. Wenn man es dann auch noch im Gebüsch knacksen hört, läuft man doch etwas schneller.

Der „Kiipsaare Leuchtturm“ war auf jeden Fall einen Besuch wert. Dieser schräge, alte Leuchtturm vor einem stürmischen Himmel und dem rauen Meer sah toll aus und die Runde ist mit 11 km auch wirklich gut machbar. Den Rückweg habe ich mir selber ausgewählt, bin einen Teil am Strand, den anderen Teil durch den Wald zurückgelaufen. Auf dem Weg vomWanderparkplatz zurück nach Kuressaare sieht man viele kleine „Buswartehüttchen“ am Straßenrand. Oft sind diese mit Sofa, Sessel, Tisch und vielen anderen kleinen Dingen ausgestattet und versüßen einem die wahrscheinlich lange Wartezeit auf die selten fahrenden Busse.

Eine weitere Sache, an die man sich sehr gerne zurück erinnert, ist das gute estnische Essen. Während es in Tallinn bereits viele verschiedene Fisch-Menüs, von gegrilltem Lachs über Fisch-Bowl bis hin zu Sushi gab, konnte man auf Kuressaare direkt weiterschlemmen. Sehr zu empfehlen ist der Kuursaal in der Nähe der Festung in Kuressaare. Die Fischmenüs variieren je nach Tag und dem täglichen Fang, meist stehen
3-4 unterschiedliche Menüs zur Verfügung. Ich hatte mir die Babyforelle mit Kartoffeln und Gurkensalat für 12€ sowie als Vorspeise eine Schale Oliven für 4€ bestellt. Bei der Größe und der Qualität des Menüs ein absolut fairer Preis. Weiterhin zu empfehlen war das „Pritsumaja Grill & Bar“ in der Innenstadt von Kuressaare wo man sehr guten gegrillten Lach bekam sowie für den Snack zwischendurch die „Fresh Café & Smoothie Bar“. Für einen kleinen Vitamin-Kick und zum Pause einlegen absolut genial! Für meine Tagestrips habe ich mir meist einen Rucksack mit genug Snacks und Trinken mitgenommen. Estland ist was die Internetabdeckung allerdings so gut, das man immer auch von zwischendurch Läden und Restaurants suchen kann.

Estland – definitiv eine Reise wert

Reiseempfehlung Tallinn:

Nach einem Jahr ohne Reisen war es gar nicht so leicht, ein Land zu finden bei welchem die Corona-Beschränkungen im Großen und Ganzen machbar waren. Nachdem meine Schwester und Verwandte Estland bereits bereist hatten, wurde mir dieses Land immer wieder ans Herzen gelegt.
Für die Einreise war das Ausfüllen eines Einreiseformulars (hier zu finden…) sowie ein Nachweis über „geimpft“, „genesen“ oder „getestet“ notwendig. Die Covid-App und eine Kopie der Impfbescheinigung hatte ich auf meiner Reise dabei. Diese Nachweise wurden bei mir am Abflughafen überprüft. Allerdings auch nur dort. Ich hatte mich für einen Flug mit Lufthansa von Basel/Mulhouse über Frankfurt nach Tallinn entschieden. Mit einstündigem Aufenthalt dauerte meine Anreise ca. vier Stunden und kostete für Hin- und Rückflug insgesamt 330€.
Nach meiner Ankunft am Flughafen habe ich mich dazu entschieden, mit dem Taxi zu meinem Hotel in die Stadt zu fahren. Normalerweise kostet eine Taxifahrt bis zur Altstadt ca. 8-12€ je nach Größe des Taxis. Macht also nicht den Fehler einen Kleinbus zu nehmen, dieser kostet für eine ca. 15-minütige Fahrt bereits 15€. Für 2-3€ ist es auch möglich, den Stadtbus zu nehmen. Dieser braucht ca. 30min bis in die Innenstadt.
Für meine ersten Tage in Tallinn hatte ich das Metropol-Hotel mit Frühstück gebucht. Es hatte eine super Lage, direkt gegenüber der Altstadt und lag in der Rotermann-City Einkaufsgegend. Neben diesem Hotel findet man auch das Metropol-Spa-Hotel. Bucht man seinen Aufenthalt hier, zahlt man zwar ein paar € mehr, hat aber auch ein besseres Frühstück, ein Zimmer mit Klimaanlage, Minibar und Flachbildschirm sowie kostenlosen Zugang zum Spat-Bereich mit mehreren Pools und Saunas.
Die ersten Tage in Tallinn habe ich damit verbracht, mir die Altstadt und die Umgebung anzuschauen. Sehr viele kleine Läden, ein großer Blumenmarkt und einige Cafés laden zum Verweilen ein. Angefangen habe ich meine Stadtrundtour am Viru Gate. Hier ist auch der Blumenmarkt zu finden und viele ältere Damen, die kleine handgemachte Blumensträuße verkaufen. Die „St. Nicolas Church“, „Alexander Nevsky Cathedrale“ und die „Church of the Holy Spirit“ lassen sich über die Müürihave und Niguliste miteinander verbinden und so gelangt man in den zentralen Teil der Innenstadt. Hier sollte man auf jeden Fall den kleinen Laden Dekokodu und den Käsitöö Sokolaad, beide in der Vorimehe-Straße besuchen. Neben kleinen, tollen, etwas anderen Souvenirs findet man hier auch geniale Schokolade.

Läuft man von der Innenstadt aus Richtung Bahnhof „Balti Jaam“ und überquert die dahinter liegende Straße, gelangt man zum „Balti Jaam Market“. Hier lässt sich viel Zeit beim herumschlendern zwischen den kleinen Essensständen verbringen. Neben genialen Bowles gibt es hier auch Sushi, gefüllte Teigtaschen, Smoothies und Kuchen. Im unteren Stockwerk des Balti Jaam Markets befindet sich ein größerer Einkaufsladen, im oberen Stockwerk findet man kleine Kunstläden, etwas „Ramsch“ und Shops mit antiken Möbeln. Von der „CreativCity Telliskivi“, die in der Nähe des Balti Jaam Markts liegt, war ich etwas enttäuscht. Hier wird man vermutlich erst zu späterer Stunde die große Menschenmasse antreffen. Ich war Nachmittags dort, habe mir aber auch nur die Gravitis angeschaut. Folgt man nun der Rannamäe Tee entlang des Hafens weiter zur Innenstadt gelangt man zum Rotermann-Viertel. Hier findet man größere Modeshops, darunter Stradivarius, Pull an Bear, H&M. Die Preise sind allerdings ähnlich zu den Deutschen, ein richtiges Schnäppchen macht man hier somit nicht. Läuft man etwas weiter durch das Viertel, entdeckt man aber auch viele Restaurants, eine Chocolatier sowie das Estonia-Designhouse. Ein sehr interessanter Laden der in jedem Preisbereich etwas anzubieten hat. Ein herumschmökern lohnt sich hier auf jeden Fall (Infos findet man hier)!

Für einen weiteren Tag in Tallinn habe ich mir ein Fahrrad bei City-Bike gemietet. Diesen Shop findet man in der Vene 33 (oder hier im Internet). Für 24 Stunden kostet ein normales Tourenrad 17€ und 100€ Kaution. Über Nacht konnte ich das Fahrrad im Hotel einschließen lassen. Das Fahrrad war etwas gewöhnungsbedürftig aber um aus der Stadt raus zu kommen war es genial. Tallinn und das Umland verfügen über ein sehr gut ausgebautes Fahrradnetz sodass man auch einige Kilometer weit kommt. Ich habe mit dem Fahrrad eine Tour an die Nordküste, an den Finnischen Meerbusen gemacht. Hin und zurück waren es ca. 40km.

Weiter ging es nach vier Tagen in Tallinn auf die Insel Saaremaa. Da ich aufgrund fehlender Kreditkarte kein Auto mieten konnte, habe ich den Reisebus genommen, der mit der Fähre auf die Insel ca. 4 Stunden benötigte und dabei je nach Buchungszeitpunkt um die 13€ kostete. Meinen Reisebericht zu Saaremaa finden man HIER .

Drohnenkauf: DJI Mavic Air 2

30. Mai 2020

Drohnenkauf: DJI Mavic Air 2

Nach langer Überlegung und etwas Recherche habe ich mich dazu entschlossen, mir eine Drohne anzuschaffen. Neben verschiedenen, eher unbekannten chinesischen Marken standen auch die Marken DJI und Parrot zur Auswahl. Schlussendlich habe ich mich für DJI Mavic Air 2 entschieden welche erst wenige Tage nach meiner Bestellung offiziell auf den Markt gekommen ist. Mit 849€ liegt sie was „Hobby-Drohnen“ angeht vermutlich eher im oberen Preis-Bereich. Sucht man Drohnen auf Amazon werden einem bereits welche ab 100€ angeboten.

Warum ich mich für diese Drohne entschieden habe, waren ganz klar die Eigenschaften und die einfach Bedienung die auch für Anfänger machbar erschien. Mit den Steuerknüppeln lässt sich die Drohne sehr präzise steuern und so sind auch für Anfänger waghalsige Manöver möglich. Die erlaubte Flughöhe von 120m lässt schon tolle Aufnahmen zu, noch höher lässt sich fliegen wenn man bestätigt, dass man sich den Gefahren bewusst ist und auch dass man eventuell gegen ein Gesetz verstößt. Am Anfang ist es noch etwas ungewohnt, nur nach Kamera zu fliegen ohne dass man die Drohne noch sieht. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran.

Das „Standard-Set“ besteht aus der Drohne selber, einer Fernbedienung, einer Batterie sowie dem Ladegerät, einem AC-Netzkabel und drei RC-Kabeln welche für unterschiedliche Handy-Modelle geeignet sind. Des weiteren gehört ein Gimbalschutz dazu, ein USB Kabel, zwei Paar Steuerknüppel und natürlich die Propeller (3 Paar).

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick:

Gewicht:570gAbmessung im Flug:183 x 253 x 77 mm
Max. Flughöhe:5000mMax. Flugzeit:34 Minuten
Betriebstemperatur:-10°C- + 40°CInterner Speicher:8GB
Flugweite:bis zu 8km
Max. Fotoauflösung:48 MegapixelISO:bis 6400
Fotomodi:Einzelaufnahme, Serienaufnahme, autom. Belichtungsreihe, Intervall, SmartPhoto, HDR-Panorama
Technische Daten

Ein Kurztrip nach Japan

25. Februar 2020

Ein Kurztrip nach Japan

Von Hong Kong aus bin ich mit einer Billig-Airline mit ca. 4 Stunden Verspätung nach Osaka-Japan aufgebrochen. Da ich mich auf meinem Kurztrip eher auf Nara und Kyoto konzentrieren wollte hatte ich in Osaka nur eine Nacht im Hostel vorgesehen. Vom Kansai International Flughafen aus findet man sehr schnell zum angrenzenden Bahnhof und auch das Kaufen eines Zugtickets war kein großes Problem. Die Website

https://www.osakastation.com/traveling-between-osaka-and-kansai-international-airport

gibt einen sehr guten Überblick über die verfügbaren Züge in die Innenstadt von Osaka und auch über die Dauer und den Preis. Nach einer sehr kurzen Nacht in einem lauten Hostel in Osaka bin ich direkt nach dem Frühstück am nächsten Morgen nach Nara aufgebrochen. Auch hier war mir die Website

https://www.osakastation.com/traveling-from-osaka-to-nara

eine große Hilfe. Je nach Zug ist man bereits nach 30 bis 45 Minuten in Nara am Hauptbahnhof. Ich hatte mir ein kleines Hostel (Guesthouse Tsunoya) in der Altstadt ausgesucht, es lag sehr zentral, sodass man innerhalb von 5-10 Minuten bei allen wichtigen Sehenswürdigkeiten war und man nur ca. 100m laufen musste, um die Haupteinkaufszone zu erreichen. Die Zimmer waren relativ klein aber das Hostel war sehr ruhig und überzeugte mich auf jeden Fall mit der Nähe zur Stadt und zum Bahnhof. Nara zeichnet sich durch die vielen Tempel und Shrine, aber besonders auch durch den bekannten Nara Deer-Park aus.

Ich habe in Nara 4 Tage verbracht, war jeden Tag einige Kilometer unterwegs. Wer die Tage aber etwas ruhiger und mit weniger Kilometer verbringen will, sollte auf jeden Fall 1-2 Tage mehr einplanen. „Must do“ ist auf jeden Fall der Deer-Park. Hier kann man Stunden verbringen, Rehe streicheln, mit Reh-Cookies füttern und nebenbei auch noch verschiedene Sehenswürdigkeiten wie das Nandaimon Gate oder den Kofuku-ji Tempel besuchen. Aber Achtung, die Rehe fressen wirklich alles!

Häufig wird für die Tempel nochmal ein Extra-Eintritt verlangt, ich habe diesen aber nur für den Todai-ji Tempel bezahlt und die anderen nur von außen besichtigt. Das reicht meiner Meinung nach vollkommen aus! Auch dem etwas abgelegenen Kasuga Taisha Shrine sollte man auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Dieser liegt etwas außerhalb ist aber wie auch alle anderen Tempel und Shrine zu Fuß zu erreichen. Wer genug von Tempeln hat sollte dem Nara Visitor Center einen Besuch abstatten. Hier kann man kostenlos Origami-Falten lernen und stößt auf extrem herzliche und zuvorkommende Mitarbeiter mit besten Empfehlungen. Auch der Yoshikien Garten lädt zum Ausruhen und entspannen ein. Dies ist einer der wenigen Gärten der keinen Eintritt kostet und der trotzdem groß genug ist, um hier eine ganze Weile herumzuschlendern und sich mal hinzusetzen. Hier muss man als „Eintritt“ nur seinen Pass vorzeigen, deswegen diesen auf jeden Fall dabeihaben! Karten für den Park mit allen Sehenswürdigkeiten findet man in der Touristikinformation, aber auch am Bahnhof und in der Haupteinkaufsstraße, der ich viele Male einen Besuch abgestattet habe. Viele kleine Handwerkerläden und auch ein 100 YEN-Geschäft laden einige Stunden zum Verweilen ein. Auch das traditionelle Gebäck, gefüllt mit flüssiger Schokolade und eines der typischen sehr leckeren Getränke sollte man hier mal probiert haben.

Weiter ging es nach Kyoto. Auf:

https://www.rome2rio.com/de/s/Kyōto/Flughafen-Osaka-Kansai-KIX

werden die möglichen Verbindungen von Nara aus mit Preis und Dauer angezeigt. Wenn man ein Mal mit dem Rollkoffer ca. 2,5km durch die Stadt zum Hostel gewandert ist merkt man, dass sich auf dieser Reise ein Rucksack besser geeignet hätte. Als Hostel hatte ich mir das PBP Hostel Kyoto ausgesucht welches von einem Deutschen Auswanderer geführt wird. Die Räume sehen super edel aus und auch die Sanitärräume sind sehr gut ausgestattet. In Kyoto habe ich leider Temperaturen von um die 40°C erwischt und so hatte ich an langen Touren durch die Stadt nicht sonderlich viel Spaß. Ein Must-do in Kyoto ist auf jeden Fall der Fushimi Inari Taisha Shrine. Hier sollte man sich genügend Zeit nehmen und die große Tour von ca. 10km einplanen. Zu Beginn der Tour trifft man auf viele Touristen mit Kameras, je weiter man wandert desto leere werden aber die Wege.

Ein weiteres Highlight ist der Nishiki-Markt, der eher etwas im Norden der Stadt liegt. Ab ca. 10 Uhr öffnen die kleinen Läden und Marktstände und man kann hier einiges an exotischen Speisen kaufen und probieren. Ausruhen kann man sich in Kyoto in einem der vielen Zen-Gärten die überall in der Stadt verteilt sind. Was man sich nicht unbedingt anschauen muss ist der Bambus-Wald Arashiyama. Ich hatte mir diesen größer und auch etwas spektakulärer vorgestellt. Hier läuft man aber doch nur 200m über einen asphaltierten Weg. 

Für die Tempelanlagen in dieser Gegend muss man auch jeweils ein Eintrittsgeld zahlen, welches meiner Meinung nach für die kleinen Anlagen auch relativ hoch war. Auch um von Kyoto zum Flughafen Osaka zu kommen ist die Website oben sehr gut nutzbar. Hier gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten zu unterschiedlichen Preisen.

Mehr Bilder gibt es hier: Japan 2019

TianHe Fashion Plaza

12. August 2019

Tianhe Fashion Plaza oder auch „der Untergrund“ von Guangzhou: Diesen erreicht man am einfachsten durch den Eingang beim Uniqlo am Victoria Plaza welcher schräg gegenüber der Teem Mall liegt. Hier fährt man mit der Rolltreppe nach unten und orientiert sich am Ausgang Nr. 5. Der Untergrund erstreckt sich in einem weiten Gebiet unter dem Tianhe Sports Center und somit kann man auch durch die „Parc Central“ oder die „Grand View Mall“ hierher gelangen.

Der Untergrund läd mit seinen vielen kleinen Läden und Gassen zum Verweilen und rumschlendern ein. Neben vielen Klamottenläden findet man auch viele Läden mit „Krims-Krams“. Von Schlüsselanhängern, Essstäbchen, Kuscheltieren, Stickern über Handyhüllen bis hin zu Katzensouvenieren findet man hier alles. Auch eine kleine Gasse im japanischem Stil gibt es, welche neben asiatischen Köstlichkeiten in Form von gebratenen Oktupussen auch das Töpferhandwerk und Malerei anbietet.
Läuft man so vor sich hin findet kommt man auch nicht selten zu einer großen Voliere mit Pfauen und Hühnern oder ganz neu: einem kleinen Auslauf mit Mini-Hängebauchschweinen. In manch einem kleinen Brunnen schwimmt auch mal ein Fisch. Des weiteren bietet die Tianhe Fashion Plaza auch zwei große Food Courts an, die Bestellung auf chinesisch ist oft aber doch schwieriger als gedacht. Trotzdem findet man hier immer etwas zum Essen und das auch schon für wenig Geld!

Mehr Bilder gibt in Guangzhou und mehr Infos auch bei Tripadvisor

Shopping in Guangzhou

04. Juni 2019

China – ein Shopping-Paradies! Nach acht China-Aufenthalten habe ich viele der versteckten Märkte und Untergrund-Shopping Malls in Guangzhou gefunden welche einem mit ihrer Vielfalt das Einkaufen sehr schmackhaft machen. Besonders die Gegend um das „Tianhe Sports Center“ hat einiges zu bieten:

Bei der „Taikoo Hui Mall“ handelt es sich um eine der elegantesten Malls die neben den Marken Chanel und Dior auch die Marken Gucci oder Calvin Klein anbietet. Nicht selten findet man im untersten Floor eine Ausstellung von teuren Autos oder auch Belustigungsprogramme für Erwachsene und Kinder. Das Ambiente ist sehr edel, die Mall und auch die Toiletten sehr sauber. Ein großer Vorteil dieser Mall ist der Food Court welchen ich jedes Mal erst nach einigem Rumirren wiederfinde. Mit einer aufgeladenen Karte kann man hier die große Vielfalt an Essen genießen, neben Reis- und Nudelgerichten findet man hier auch Suppen oder Süße Speisen. Vor dem Food Court befindet sich noch eine kleine Bäckerei in welcher man sich sehr leckere und billige portugiesische Puddingteilchen kaufen kann. Auch die große Bibliothek in der Taikoo Hui lädt zum verweilen ein, viele Künstler-Artikel werden hier ausgestellt und sind zu erwerben.

Durch die U-bahn-Station „Shipaiqiao“ oder über die Straßenkreuzung gelangt man auf die andere Straßenseite zum Onelink Center.

Mit der Onelink Mall konnte ich leider nie sonderlich viel anfangen. Hier gibt’s Läden wie Mango und Zara, die Preise sind umgerechnet aber häufig gleich wie in Deutschland oder je nach Wechselkurs sogar höher. Um kurz zu verweilen gibt es hier aber ein Café und besonders um Weihnachten eine sehr gewöhnungsbedürftige Ausstellung – typisch chinesisch. 

Weiter über die Straße gelangt man zur Grandview Mall. Diese erkennt man relativ schnell durch das große Aquarium welches sich über mehrere Stockwerke erstreckt. Negative Schlagzeilen hat diese Mall durch das Halten von Wölfen und Eisbären auf sehr kleinem Raum und keinen tiergerechten Bedingungen gemacht. Hier findet man aber im Untergrund – im unteren Stockwerk – viele kleine Läden die neben Klamotten auch viel an Spielzeug, Handyhüllen und allem möglichen zum hinstellen und -legen anbieten. Das Anprobieren der Klamotten ist leider nicht möglich sodass man meist nur auf „gut Glück“ kauft. 

Die neuste Mall ist die Parc-Central die sich in die Reihe eingliedert. Von außen hat sie die Fassade eines Schildkrötenpanzers, fällt also relativ schnell auf. Wenn man auf seinem Shopping-Trip eine saubere Toilette sucht, ist man hier genau richtig. Wie bereits in der Taikoo Hui findet man in dieser Mall edlere Geschäfte auch das Ambiente ist entsprechend. Darunter ein sehr großer Apple-Shop, Abercrombie & Fitch, innisfree oder Porsche aber auch H&M und New Balance. 

Neben der Parc Central findet man die TeeMall. Diese bietet ein großes aber irgendwie auch sehr chaotisches Angebot an Kleidung aber auch Elektronik und Accessoires sowie Kosmetikgeschäften. Die letzte Mall in der Reihe ist die Grandbuy welche ich ähnlich bewerten würde. Wahnsinnig viele Geschäfte, viele Wege und Etagen sodass man sich sehr schnell verirrt und den eigentlichen Ausgang nicht mehr findet. Hier kann man sich wirklich arm kaufen. 

Eine Besonderheit der Gegend um das Tianhe Sport Center ist die Fashion Tianhe Plaza. Dazu mehr im nächsten Eintrag.

Mehr Infos und Bilder gibts unter Guangzhou und Tianhe Fashion Plaza

MAC OS High Sierra und das Lightroom Problem

21. Januar 2018

Nach dem Update meines Mac Books auf High Sierra hatte ich leider mit den ein oder anderen Problemen zu kämpfen. Kurz nach dem Update „sperrte“ sich mein Mac und ließ keinen Zugriff mehr auf den Admin-Benutzer zu. Nur über Umwege und das Anlegen eines neuen Benutzers war es möglich, die alten Dateien zu finden. Da ich mich mit dem Mac-System allerdings nicht groß auskenne, war es mir zu unsicher im Admin-Modus rumzuspielen und so ließ ich das Problem durch einen Fachmann lösen.


Nachdem mein Mac wieder normal lief, dann im Dezember das nächste Problem. Jedes Mal wenn ich Lightroom in der aktuellsten Version (5.7.1) öffnete, stürzte es mir kurz darauf immer wieder ab. Dieses Problem trat besonders häufig im “ HSL / SW / Farbe“-Modus auf, wenn die einzelnen Farben korrigiert wurden.
Im Internet findet man einige Links, zu ähnlichen bzw. gleichen Problemen. Darunter:

https://feedback.photoshop.com/photoshop_family/topics/lightroom-5-7-not-working-after-mac-10-13-high-sierra-installationhttps://www.lightroomqueen.com/lightroom-macos-high-sierra-compatibility/http://www.fotocommunity.de/forum/bildbearbeitung-digiart-druck-software/lightroom-5-staendiger-absturz—428627https://forums.adobe.com/thread/2395312https://forums.adobe.com/thread/2395312

Eine Möglichkeit das Problem zu beheben wurde wie folgt erklärt:
1. Finder öffnen
2. „Gehe zu“ oben in der Leiste wählen
3. „alt“ auf dem Mac drücken und „Library“, welches erscheint, öffnen
4. „Preferences“ öffnen und die Datei „com.adobe.lightroom5.plist“ löschen (es empfiehlt sich eine Kopie in einem anderen Ordner zu speichern, damit die Datei nicht komplett gelöscht ist)
5. anschließend Neustart des Macs. 


Fazit: Ich konnte das Problem mit diesem Vorgehen leider nicht lösen, auch nach dem Neustart stürzte bei mir Lightroom immer wieder ab. Somit deinstallierte ich Lightroom komplett um es dann neu zu installieren. Die Installation der Version 5.0 war erfolgreich, seit dem läuft bei mir Lightroom auch wieder ganz normal, nur halt nicht mit der aktuellsten Version.