Yallah yallah inchallah – 2 Wochen Marokko mit Akaber Sahara Treks

Nach etlichen „willst du nicht mal zu Hafid in die Sahara“ hatte es meine Mutter geschafft und Frido und ich haben unseren Novemberurlaub in wärmere Gefilde, in die Sahara von Marokko gelegt. Dass es dann aber wirklich so warm wird, hätten wir nicht erwartet.

Die Buchung mit Hilfe meiner Mutter war sehr entspannt. Schnell hatten wir uns für einen Flug nach Marrakesh entschieden, um auch mal den Touri-Rummel mitgemacht zu haben. 

In Marrakesh hatten wir 1,5 Tage eingeplant. 

Das Hotel hatte ich über Booking.com gebucht und eine Abholung war inklusive. Unser Hotel lag nur wenige Minuten von der Medina Marrkeshs entfernt. Während man vormittags dort noch einige Obst- und Gemüsehändler beobachten konnte, fand man gegen Abend Schlangen-Beschwörer, Affen-Dompteure und noch viel mehr Straßenkatzen als sonst. Geht man über den Platz in die kleinen Gassen findet man dort alles, was das typische Touri-Herz begehrt. Mini-Tadjinen, Duftwürfel, Cremes, Filzspielzeuge, Lederschlappen…vieles, vermutlich auch vieles „made in china“. Trotzdem ein Besuch wert, da man hier auch immer wieder auf nette Kleinigkeiten wie handbemalte Spiegel oder neue Hausschuhe stoßen kann.

Restaurants und kleine Straßenstände findet man überall, allerdings sollte man gerade bei der auf dem großen Platz befindlichen Fressmeile immer ganz genau sagen was man will oder nicht. Wir bekamen schlussendlich  „von allem nur ein ganz kleines bisschen“ und waren 50€ los. Für uns eine reine Abzocke da das Essen nicht wirklich gut schmeckte und man hier für die Show bezahlt, wenn wieder neue Touristen auf die einladenden Worte reingefallen sind.

Nach all dem Trubel waren wir froh, dass wir dann von Hafids Fahrer morgens um 7:30 Uhr in der Nachbarschaft des Hotels abgeholt wurden und es für uns über den Atlas, Richtung Sahara ging. Bei unserem Zwischenstop in Ait-Ben-Haddou trafen wir unsere Mitreisenden, Burgi und Astrid. Echt bayrische Mädels! Nach weiteren 3 Stunden Autofahrt bis Zagora und nochmals ca. 45 Minuten erreichten wir endlich unseren Startplatz für unsere Wanderung. Nach dem Tag im Auto waren wir froh, endlich angekommen zu sein und freuten uns sehr auf das erste gemeinsame Abendessen.

Am nächsten Tag ging es auf die erste Wander-Etappe. Für uns war nach dem Frühstück schon klar, dass die Temperaturen viel wärmer waren als sonst. In gemächlichem Tempo ging es mit unserem Leitkamel über den ersten Pass. Die karge Landschaft der Steinwüste war eindrucksvoll, besonders mit dem Gedanken, dass hier trotzdem Tiere und Menschen überleben können. Unser Kamel machte es uns aber immer wieder vor, indem es die Dornen von Akazien mit der großen Schnauze abvesperte. Auch über die Orangenschalen, die er bei unseren Pausen bekam, freute er sich sehr.

Vom Pass aus ging es durch kleine Täler, über weitere kleine Gipfel bis zu unserem Schlafplatz. Wegen der hohen Temperaturen wanderten wir häufig nur vormittags und verbrachten die Nachmittage im Camp. Dort war Zeit zum fotografieren, die Natur und Tiere kennenlernen und sich einfach mal nur auszuruhen. Das merkten wir nämlich auch schnell. Der Urlaub ohne Handy, ohne Nachrichten aus aller Welt und mit top Verpflegung rund um die Uhr war unglaublich entspannend und endschleunigend.

Den Abend verbrachten wir bei einer befreundeten Familie von Hafid. Sie wohnte in der Nachbarschaft zu unserem Nachtlager und wir durften mit ihnen zu Abend essen. Also ging es Abend mit der ganzen Crew, ein paar Gastgeschenken zu ihrem Lager. Wir konnten viele Fragen stellen, genossen eine große tadjine und zu unserem Glück hatte sich die von Hand aufgezogene Baby-Ziege zu uns gesellt und lies sich in den Schlaf kraulen.

Am nächsten Tag wurde das Lager wieder zusammengepackt und es ging nach einem vielseitigen Frühstück weiter Richtung Sandwüste. Wir liefen eine lange steinerne Ebene entlang, kletterten eine Felswand hinauf und erreichten kurz vor dem Mittagessen unseren neuen Platz. Wieder blieb Zeit, die Tiere der Wüste kennenzulernen und besonders, die Kamele zu kuscheln. Nach dem Aufbau des neuen Zeltplatzes war nachmittags genug Zeit, die Gegend zu erkundigen. So ging es mit Hafid zusammen zu alten Steinmalerein und anschließend mit Kletterpartie zu einem alten Olivenbaum. Da langsam die Dämmerung einsetzte ging ein Teil unserer Truppe zurück. Astrid, Frido und ich wollten uns aber nicht die Gelegenheit nehmen lassen, eine Runde in einem Wasserbecken zu schwimmen und so den ganzen Sand zwischen den Zehen rauszuspülen. Vor dem Abendessen nutzten Frido und ich dann noch die Gelegenheit, uns an einem Brunnen etwas zu duschen und die Haare zu waschen. Frido hatte Mittags das Camp laufend umrundet und genoss die kleine Dusche sehr.

Aufgrund der steigenden Temperaturen begannen wir unsere nächste Etappe schon sehr früh am Morgen. Trotzdem konnten wir der wahnsinnigen Hitze nicht entkommen. Nach einem kleinen Aufstieg begann ein sehr lange Abstieg durch ein Tal aus schwarzem Gestein. Nach den ersten Kilometern hatte man hier das Gefühl, gegrillt zu werden. So toll die Felsformationen auch waren, „the floor is Lava“ war für mich irgendwann Realität und man hüpfte nur noch von Schatten zu Schatten. Für eine kleine Abkühlung sorgte ein Wasserbecken, nach Schwimmen war mir dort aber schon nicht mehr zu mute. Nachdem wir das Steintal verlassen hatten, ging es weiter über eine lange Ebene aus Steinplatten, hinab in eine kleine Oase wo unser Schlafplatz sein sollte. Der Weg erschien einem sehr lang und wir waren unglaublich froh, den Nachmittag auf einer Decke unter einer Dattelpalme verbringen zu können. Mit Blick in den blauen Himmel und saftigen, frischen Datteln an den Palmen waren die Strapazen relativ schnell vergessen. Den Nachmittag verbrachten wir entspannt mit Brot backen, wir lernten etwas über Henna und lungerten einfach nur rum.

Nach dem Hitzetag ging es nun langsam und entspannt, für mich auf dem Kamelrücken, weiter aus der Steinwüste heraus. Wir wanderten über eine lange Ebene, langsam kam landschaftlich immer mehr Sand dazu, die Vegetation veränderte sich und man konnte in der Ferne schon die Dünen erkennen. Den Mittagsstop legten wir in einer kleinen Oase aus Tamarisken ein. Hier wehte ein laues Lüftchen und es war ganz gut auszuhalten. Hafid verabschiedete sich aus unsere Truppe, um eine andere in Empfang zu nehmen. Somit waren wir jetzt mit Himdi, Joussof und unserem Koch Lahsen alleine und liefen nach dem Frühstück auch immer gemeinsam mit unseren Packkamelen los. Die Mittagspause in den Tamarisken nutzen unsere Jungs und Frido nochmal um Wasser an einem Brunnen zu holen und hier war auch die Möglichkeit, sich etwas zu waschen.

Nachdem die Sonne etwas nachgelassen hatte, entschieden wir uns dafür, doch noch weiterzulaufen, um in die Sanddünen zu kommen. Unseren Schlafplatz erreichten wir am frühen Abend und unsere Crew bereitete erneut ein ein tolles Abendessen bei Kerzenschein und Feuer. Gerade unter dem Sternenhimmel in den Sanddünen lies der Abend und die geschaffte Etappe umso mehr genießen.

Die zwei folgenden Tage verbrachten wir komplett in den Dünen. Es ging durch eine eine weite Sandlandschaft mit tollen Formen, Farben und Tieren. Frido nutzte den Tag aus, um seinen Halbmarathon-du-Sable zu absolvieren und rannte direkt nach dem Frühstück los, in großen Kreisen um die Truppe herum. Auch wenn die Kopftücher im ersten Augenblick seltsam aussehen, waren sie als nasser Lappen mit kühlem Vorhang vor dem Kopf ein Genuss, den auch Frido bei seinem lauf nutzte.

Nach zwei Tagen ging es langsam aus den hohen Sanddünen wieder Richtung Ebene zurück und wir verbrachten unseren vorletzten Abend gemeinsam am Fuße einer großen Tamariske. Unser Team baute erneut einen wunderbaren Mittagsplatz auf und wir hatten die Gelegenheit, uns langsam von Natur und Tieren zu verabschieden. Den Abend verbrachten wir bei einem großen Lagerfeuer, frisch gebackenem Brot und kleinen Wüsten-Sandmäusen, die sogar bis unter die Decke kamen.

Am vorletzten Wandertag verabschiedeten wir uns von der Wüste und es ging zurück in die Steintäler. Zum ersten Mal kamen uns auch große Wandergruppen mit vielen Kamelen entgegen, die zu einem großen Wüstencamp wanderten. Für uns ging es bis zu einem kleinen Wasserbecken, in welchem wir nochmals schwimmen und uns waschen konnten. Hier verbrachten wir auch unseren letzten Abend mit gemeinsamen Feuer, Abendessen und Übergabe unserer mitgebrachten Geschenke. Darunter beispielsweise einen alten Wanderrucksack, Frido Laufschuhe und seine Sonnenbrille. Unsere Jungs freute es und sie suchten alles aus, was sie gebrauchen konnten. Leider wurde aus einer letzten Nacht unter freiem Himmel nichts da es stark windete und endlich anfing zu regnen…oder eher tröpfeln. An unserem letzten Wandertag ging es durch ein großes leeres Flusstal weiter hoch zu unserem Endplatz. Dort wartete bereits der Jeep der uns zurück nach Zagora brachte.

Zagora war nach der Stille der Wüste ein kleiner Kulturschock. An jeder Ecke hörte man wieder „Look, Look“ und überall sollte einem ein Tee oder etwas anderes angedreht werden. Gefühlt waren die Händler sogar aufdringlicher als in Marrakesh, sogar in der Unterkunft wurde uns etliche Male Schmuck angeboten. An unserem letzten Tag wurden wir von Hafids Bruder noch zum Mittagessen eingeladen. So durften wir noch einen Eindruck eines etwas modernerem Familienhaus gewinnen, inklusive im Hinterhof gehaltenen Schafen und Ziegen. Gemeinsam mit den Kindern hatten wir noch einen richtig netten Abschluss. Trotzdem waren wir sehr froh, dann langsam wieder den Heimweg antreten zu können.

Definitiv ein Urlaub, der uns wegen Ruhe, einem tollen Sternenhimmel und ganz tollem Essen in Erinnerung bleiben wird. Und wer weiß, vielleicht auch nicht die letzte Reise mit Hafid.

46. Schneider Electric Marathon de Paris

Am 2. April fand in der französischen Landeshauptstadt der traditionelle Paris-Marathon statt. Über 52.000 Starter konnten bei ca. 12°C, bedecktem aber optimalem Laufwetter ab 08:15 Uhr an den Champs-Élysées aus den verschiedenen Startblöcken das Rennen starten. Die Strecke führte die Läuferinnen und Läufer an den verschiedenen Sehenswürdigkeiten wie dem Louvre-Museum, dem Eiffelturm, dem Rathaus und der Oper und vielen weiteren tollen Ausblicken vorbei.

Die jubelnden Zuschauerinnen und Zuschauer hatten durch die verschiedenen Startzeiten neben den Rollstuhl-Marathonteilnehmern, der Frauen- und Männer-Elite und dem insgesamt großen Teilnehmerfeld auch dauerhaft etwas zu sehen. Die Stimmung war, auch durch die verschiedenen Bands an der Strecke, sehr positiv und trug die Läuferinnen und Läufer förmlich durch die Straßen von Paris und die beiden Parks.

Ich startete für den für den LT Ettlingen in Paris im ersten Startblock und erreichte mit einer hervorragenden Zeit von 3h:03min:10s das Ziel.

Torshavn Marathon Färöer

Die Startnummernausgabe erfolgte im (SMS) Shopping Zentrum der Hauptstadt. Für die kleinste Hauptstadt der Welt war es auch gefühlt die kleinste Marathon Messe, die ich je besucht habe. Um 10:00 Uhr morgens sollten die Startnummern abholbereit sein, als wir um 12:00 Uhr ankamen, waren diese aber immer noch nicht verfügbar. Neben der Startnummer gab es die obligatorischen Sicherheitsnadeln und eine Info über den Standort des Starts.

Auf der Marathon Messe wurden von dem Sportladen, Schuhe und Kleidung angeboten und das vor ab bestellbarer Marathon Shirts Abhole,bar. Für kurzentschlossene wurde von dem Sportladen eine sehr nette Geste angeboten. So war es möglich, auch ohne bestelltes T-Shirt, sich ein Produkt aus dem Geschäft auszusuchen und dieses kostenlos bedrucken zu lassen. 

Insgesamt war das kleine Orga Team, sehr hilfsbereit und zuvorkommend und hat sich rührend um die internationalen Gäste gekümmert

Am Wettkampftag, dem Sonntag bestand ab 11:00 Uhr, die Möglichkeit, das Gepäck 50 m vom Start entfernt in einem Raum unbeaufsichtigt abzulegen. Dort wurde nach dem Rennen auch die Zielverpflegung angeboten. In den Räumlichkeiten bestand auch die Möglichkeit, die Toiletten zu nutzen und sich umzuziehen. Duschmöglichkeiten waren keine vorhanden. Im Startbereich wurde noch fleißig aufgebaut und das auf der Internetseite angepriesene Warm up fand leider nicht statt. Der Bürgermeister hielt 10 Minuten vor dem Start Eine kleine Rede, dieser lief selbst auch bei dem 10 km Lauf mit.

Angeboten wurden die Distanzen 5 km 10 km Halbmarathon und Marathon und die Halbmarathon Strecke als Walking. Alle Teilnehmer sind gleichzeitig gestartet.

Der Start war pünktlich um 13:00 Uhr und es ging direkt nach dem Start die ersten paar Höhenmeter durch den Ort hindurch. Die Strecke führte in Richtung Hafen, vorbei an einem Altenheim, bei dem die erste große Zuschauermenge jubelte. Die ersten 5 km wurden auf einem Rundkurs im Ort absolviert. Somit war das Teilnehmerfeld bei der zweiten Runde schon deutlich reduzierter. 

Schon innerhalb von Thorshavn gab es einige kleinere Hügel zu bezwingen. In der zweiten Runde ging der Lauf vorbei am Vorort Hoyvik. Von dort an, dann mit einem größeren Gefälle am Industriegebiet, vorbei in den Fjord.

Dort begrüßt mich die ersten Schafe auf der Strecke. Bis Kilometer 18 überholte mich in regelmäßigen Abständen ein Feuerwehrauto mit Blaulicht und ein Streckenposten, die teilweise noch die Straßensperre aufstellten.

Circa alle 6 km gab es ein Getränkestand, als Erstläufer kümmerten sich die Helfer vor Ort ganz besonders um einen. Hier konnte ich immer wieder nette kurze Gespräche mit den Helfern während der Ladeezeit führen. Angeboten wurde an den Ständen Wasser, Iso und Bananen. Ein überschaubares Angebot, welches aber entsprechend dem Importlandes und des kleinen Rahmes der Veranstaltung absolut in Ordnung war. 

Das Wetter hätte am Wettkampftag nicht besser sein können. Der Wind war teilweise ein weiteres herausforderndes Hindernis zu den Höhenmetern aber es hätte ja auch dauerhaften Starkwind oder Regen geben können. 

Bei der faszinierenden Landschaft und dem Meerblick auf dem Weg durch den Fjord galt besondere Vorsicht gegenüber der vielen Bodengittern in der Straße als Begrenzung für die Schafe und der bevorstehenden Steigungen. Bei Kilometer 24,5 wurde der Ort Kaldbak erreicht, in welchem der Wendepunkt für die Marathon Läufer positioniert war. Von dort an ging es zurück durch die Bucht und die ersten folgenden Marathonläufer kamen mir entgegen. Die Anstrengung der Höhenmeter, des Windes aber auch die Freude an der Teilnahme dieses Events war den Mitläufern anzusehen. 

Ab Kilometer 37 wurde ich im letzten großen Anstieg vor Torshavn von dem Färöer Oliver Granhøj überholt, der sich auch als Sieger durchsetzen konnte. Bis dahin war ich noch nicht sicher, ob ich meinen Platz an der Spitze überhaupt bis zurück in die Hauptstadt verteidigen und annähernd halten kann. 

Wieder in größerer Zivilisation angekommen wurde auch der Jubel durch Zuschauer größer und einige Halbmarathon Läufer konnten überholt werden. Auf dem letzten Kilometer ging es am Hafen vorbei in die Innenstadt. 

So langsam konnte ich realisieren, eventuell doch unter den ersten Marathon Läufern ins Ziel zu kommen und freute mich um so mehr anzukommen. 

Erwartet wurde ich vor dem Zielkanal von meiner Bekanntschaft Peter Jensen, einem der Helfer und auch Teilnehmer des 5km Laufes. Er erwartete mich euphorisch um die letzten Meter mit mir gemeinsam in Richtung Ziel zu laufen und zu gratulieren. Kurz vor dem Ziel passierte ich meine Partnerin, die nicht nur meine Läufe erträgt und geduldig im Ziel mitfiebert, sondern auch Fotografin, Laufmanagerin, Tränentrocknerin, Nackenmasseurin und beste Freundin in einer Person zusammenfasst! Die letzten Meter „schwebte“ ich den kleinen Berg herunter an der Kirche vorbei und durch den Zielbogen. 

Dort angekommen wurden die Läufer von den Helfern und Zuschauern herzlich empfangen und erhielten ihre Medaille und diverse Getränke. Die Helfer leiteten mich dann in Richtung Gemeindehaus um sich zu verpflegen. Dort wurde dann frischer Lachs auf Bulgur sowie Wasser, Bier, Kaffee und Kuchen kostenlos bereitgestellt. Die Siegerehrung wurde auf 17 Uhr abgegeben und so bestand noch über eine Stunde Zeit zur Erholung und „ankommen“. Um 16:30 Uhr stellten wir dann jedoch fest, das mein Name bereits vom Zielbereich aus den Lautsprechern kam und wir stellten fest das ich beinahe meine Siegerehrung verpasst habe. Kurz auf das Podest gesprungen bekam ich die Medaille für den zweiten Platz umgehängt und gratulierte den beiden Färöern. 

Auch Peter suchte mich nochmals auf um mir zu gratulieren und um ein Foto zu beten. Er kreierte auch das Laufshirt für die Färöer, welches ich bei ihm am Vortag bestellt habe. Nach diesem Triumph fragte er mich, ob ich für ihn auch das Shirt im Ziel für Werbezwecke anziehen könnte. Gerne willigte ich ein und kam so neben einer neuen Bekanntschaft über den Ozean auch auf die Modellkariere eines Färöer Sportgeschäfts und des National-Shirts. 

Danke für die Unterstützung an alle Helfer und Organisatoren sowie Liv Jacuk. Es war ein unvergessliches Erlebnis! 

Drohnenkauf: DJI Mavic Air 2

30. Mai 2020

Drohnenkauf: DJI Mavic Air 2

Nach langer Überlegung und etwas Recherche habe ich mich dazu entschlossen, mir eine Drohne anzuschaffen. Neben verschiedenen, eher unbekannten chinesischen Marken standen auch die Marken DJI und Parrot zur Auswahl. Schlussendlich habe ich mich für DJI Mavic Air 2 entschieden welche erst wenige Tage nach meiner Bestellung offiziell auf den Markt gekommen ist. Mit 849€ liegt sie was „Hobby-Drohnen“ angeht vermutlich eher im oberen Preis-Bereich. Sucht man Drohnen auf Amazon werden einem bereits welche ab 100€ angeboten.

Warum ich mich für diese Drohne entschieden habe, waren ganz klar die Eigenschaften und die einfach Bedienung die auch für Anfänger machbar erschien. Mit den Steuerknüppeln lässt sich die Drohne sehr präzise steuern und so sind auch für Anfänger waghalsige Manöver möglich. Die erlaubte Flughöhe von 120m lässt schon tolle Aufnahmen zu, noch höher lässt sich fliegen wenn man bestätigt, dass man sich den Gefahren bewusst ist und auch dass man eventuell gegen ein Gesetz verstößt. Am Anfang ist es noch etwas ungewohnt, nur nach Kamera zu fliegen ohne dass man die Drohne noch sieht. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran.

Das „Standard-Set“ besteht aus der Drohne selber, einer Fernbedienung, einer Batterie sowie dem Ladegerät, einem AC-Netzkabel und drei RC-Kabeln welche für unterschiedliche Handy-Modelle geeignet sind. Des weiteren gehört ein Gimbalschutz dazu, ein USB Kabel, zwei Paar Steuerknüppel und natürlich die Propeller (3 Paar).

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick:

Gewicht:570gAbmessung im Flug:183 x 253 x 77 mm
Max. Flughöhe:5000mMax. Flugzeit:34 Minuten
Betriebstemperatur:-10°C- + 40°CInterner Speicher:8GB
Flugweite:bis zu 8km
Max. Fotoauflösung:48 MegapixelISO:bis 6400
Fotomodi:Einzelaufnahme, Serienaufnahme, autom. Belichtungsreihe, Intervall, SmartPhoto, HDR-Panorama
Technische Daten

Ein Kurztrip nach Japan

25. Februar 2020

Ein Kurztrip nach Japan

Von Hong Kong aus bin ich mit einer Billig-Airline mit ca. 4 Stunden Verspätung nach Osaka-Japan aufgebrochen. Da ich mich auf meinem Kurztrip eher auf Nara und Kyoto konzentrieren wollte hatte ich in Osaka nur eine Nacht im Hostel vorgesehen. Vom Kansai International Flughafen aus findet man sehr schnell zum angrenzenden Bahnhof und auch das Kaufen eines Zugtickets war kein großes Problem. Die Website

https://www.osakastation.com/traveling-between-osaka-and-kansai-international-airport

gibt einen sehr guten Überblick über die verfügbaren Züge in die Innenstadt von Osaka und auch über die Dauer und den Preis. Nach einer sehr kurzen Nacht in einem lauten Hostel in Osaka bin ich direkt nach dem Frühstück am nächsten Morgen nach Nara aufgebrochen. Auch hier war mir die Website

https://www.osakastation.com/traveling-from-osaka-to-nara

eine große Hilfe. Je nach Zug ist man bereits nach 30 bis 45 Minuten in Nara am Hauptbahnhof. Ich hatte mir ein kleines Hostel (Guesthouse Tsunoya) in der Altstadt ausgesucht, es lag sehr zentral, sodass man innerhalb von 5-10 Minuten bei allen wichtigen Sehenswürdigkeiten war und man nur ca. 100m laufen musste, um die Haupteinkaufszone zu erreichen. Die Zimmer waren relativ klein aber das Hostel war sehr ruhig und überzeugte mich auf jeden Fall mit der Nähe zur Stadt und zum Bahnhof. Nara zeichnet sich durch die vielen Tempel und Shrine, aber besonders auch durch den bekannten Nara Deer-Park aus.

Ich habe in Nara 4 Tage verbracht, war jeden Tag einige Kilometer unterwegs. Wer die Tage aber etwas ruhiger und mit weniger Kilometer verbringen will, sollte auf jeden Fall 1-2 Tage mehr einplanen. „Must do“ ist auf jeden Fall der Deer-Park. Hier kann man Stunden verbringen, Rehe streicheln, mit Reh-Cookies füttern und nebenbei auch noch verschiedene Sehenswürdigkeiten wie das Nandaimon Gate oder den Kofuku-ji Tempel besuchen. Aber Achtung, die Rehe fressen wirklich alles!

Häufig wird für die Tempel nochmal ein Extra-Eintritt verlangt, ich habe diesen aber nur für den Todai-ji Tempel bezahlt und die anderen nur von außen besichtigt. Das reicht meiner Meinung nach vollkommen aus! Auch dem etwas abgelegenen Kasuga Taisha Shrine sollte man auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Dieser liegt etwas außerhalb ist aber wie auch alle anderen Tempel und Shrine zu Fuß zu erreichen. Wer genug von Tempeln hat sollte dem Nara Visitor Center einen Besuch abstatten. Hier kann man kostenlos Origami-Falten lernen und stößt auf extrem herzliche und zuvorkommende Mitarbeiter mit besten Empfehlungen. Auch der Yoshikien Garten lädt zum Ausruhen und entspannen ein. Dies ist einer der wenigen Gärten der keinen Eintritt kostet und der trotzdem groß genug ist, um hier eine ganze Weile herumzuschlendern und sich mal hinzusetzen. Hier muss man als „Eintritt“ nur seinen Pass vorzeigen, deswegen diesen auf jeden Fall dabeihaben! Karten für den Park mit allen Sehenswürdigkeiten findet man in der Touristikinformation, aber auch am Bahnhof und in der Haupteinkaufsstraße, der ich viele Male einen Besuch abgestattet habe. Viele kleine Handwerkerläden und auch ein 100 YEN-Geschäft laden einige Stunden zum Verweilen ein. Auch das traditionelle Gebäck, gefüllt mit flüssiger Schokolade und eines der typischen sehr leckeren Getränke sollte man hier mal probiert haben.

Weiter ging es nach Kyoto. Auf:

https://www.rome2rio.com/de/s/Kyōto/Flughafen-Osaka-Kansai-KIX

werden die möglichen Verbindungen von Nara aus mit Preis und Dauer angezeigt. Wenn man ein Mal mit dem Rollkoffer ca. 2,5km durch die Stadt zum Hostel gewandert ist merkt man, dass sich auf dieser Reise ein Rucksack besser geeignet hätte. Als Hostel hatte ich mir das PBP Hostel Kyoto ausgesucht welches von einem Deutschen Auswanderer geführt wird. Die Räume sehen super edel aus und auch die Sanitärräume sind sehr gut ausgestattet. In Kyoto habe ich leider Temperaturen von um die 40°C erwischt und so hatte ich an langen Touren durch die Stadt nicht sonderlich viel Spaß. Ein Must-do in Kyoto ist auf jeden Fall der Fushimi Inari Taisha Shrine. Hier sollte man sich genügend Zeit nehmen und die große Tour von ca. 10km einplanen. Zu Beginn der Tour trifft man auf viele Touristen mit Kameras, je weiter man wandert desto leere werden aber die Wege.

Ein weiteres Highlight ist der Nishiki-Markt, der eher etwas im Norden der Stadt liegt. Ab ca. 10 Uhr öffnen die kleinen Läden und Marktstände und man kann hier einiges an exotischen Speisen kaufen und probieren. Ausruhen kann man sich in Kyoto in einem der vielen Zen-Gärten die überall in der Stadt verteilt sind. Was man sich nicht unbedingt anschauen muss ist der Bambus-Wald Arashiyama. Ich hatte mir diesen größer und auch etwas spektakulärer vorgestellt. Hier läuft man aber doch nur 200m über einen asphaltierten Weg. 

Für die Tempelanlagen in dieser Gegend muss man auch jeweils ein Eintrittsgeld zahlen, welches meiner Meinung nach für die kleinen Anlagen auch relativ hoch war. Auch um von Kyoto zum Flughafen Osaka zu kommen ist die Website oben sehr gut nutzbar. Hier gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten zu unterschiedlichen Preisen.

Mehr Bilder gibt es hier: Japan 2019

TianHe Fashion Plaza

12. August 2019

Tianhe Fashion Plaza oder auch „der Untergrund“ von Guangzhou: Diesen erreicht man am einfachsten durch den Eingang beim Uniqlo am Victoria Plaza welcher schräg gegenüber der Teem Mall liegt. Hier fährt man mit der Rolltreppe nach unten und orientiert sich am Ausgang Nr. 5. Der Untergrund erstreckt sich in einem weiten Gebiet unter dem Tianhe Sports Center und somit kann man auch durch die „Parc Central“ oder die „Grand View Mall“ hierher gelangen.

Der Untergrund läd mit seinen vielen kleinen Läden und Gassen zum Verweilen und rumschlendern ein. Neben vielen Klamottenläden findet man auch viele Läden mit „Krims-Krams“. Von Schlüsselanhängern, Essstäbchen, Kuscheltieren, Stickern über Handyhüllen bis hin zu Katzensouvenieren findet man hier alles. Auch eine kleine Gasse im japanischem Stil gibt es, welche neben asiatischen Köstlichkeiten in Form von gebratenen Oktupussen auch das Töpferhandwerk und Malerei anbietet.
Läuft man so vor sich hin findet kommt man auch nicht selten zu einer großen Voliere mit Pfauen und Hühnern oder ganz neu: einem kleinen Auslauf mit Mini-Hängebauchschweinen. In manch einem kleinen Brunnen schwimmt auch mal ein Fisch. Des weiteren bietet die Tianhe Fashion Plaza auch zwei große Food Courts an, die Bestellung auf chinesisch ist oft aber doch schwieriger als gedacht. Trotzdem findet man hier immer etwas zum Essen und das auch schon für wenig Geld!

Mehr Bilder gibt in Guangzhou und mehr Infos auch bei Tripadvisor

Shopping in Guangzhou

04. Juni 2019

China – ein Shopping-Paradies! Nach acht China-Aufenthalten habe ich viele der versteckten Märkte und Untergrund-Shopping Malls in Guangzhou gefunden welche einem mit ihrer Vielfalt das Einkaufen sehr schmackhaft machen. Besonders die Gegend um das „Tianhe Sports Center“ hat einiges zu bieten:

Bei der „Taikoo Hui Mall“ handelt es sich um eine der elegantesten Malls die neben den Marken Chanel und Dior auch die Marken Gucci oder Calvin Klein anbietet. Nicht selten findet man im untersten Floor eine Ausstellung von teuren Autos oder auch Belustigungsprogramme für Erwachsene und Kinder. Das Ambiente ist sehr edel, die Mall und auch die Toiletten sehr sauber. Ein großer Vorteil dieser Mall ist der Food Court welchen ich jedes Mal erst nach einigem Rumirren wiederfinde. Mit einer aufgeladenen Karte kann man hier die große Vielfalt an Essen genießen, neben Reis- und Nudelgerichten findet man hier auch Suppen oder Süße Speisen. Vor dem Food Court befindet sich noch eine kleine Bäckerei in welcher man sich sehr leckere und billige portugiesische Puddingteilchen kaufen kann. Auch die große Bibliothek in der Taikoo Hui lädt zum verweilen ein, viele Künstler-Artikel werden hier ausgestellt und sind zu erwerben.

Durch die U-bahn-Station „Shipaiqiao“ oder über die Straßenkreuzung gelangt man auf die andere Straßenseite zum Onelink Center.

Mit der Onelink Mall konnte ich leider nie sonderlich viel anfangen. Hier gibt’s Läden wie Mango und Zara, die Preise sind umgerechnet aber häufig gleich wie in Deutschland oder je nach Wechselkurs sogar höher. Um kurz zu verweilen gibt es hier aber ein Café und besonders um Weihnachten eine sehr gewöhnungsbedürftige Ausstellung – typisch chinesisch. 

Weiter über die Straße gelangt man zur Grandview Mall. Diese erkennt man relativ schnell durch das große Aquarium welches sich über mehrere Stockwerke erstreckt. Negative Schlagzeilen hat diese Mall durch das Halten von Wölfen und Eisbären auf sehr kleinem Raum und keinen tiergerechten Bedingungen gemacht. Hier findet man aber im Untergrund – im unteren Stockwerk – viele kleine Läden die neben Klamotten auch viel an Spielzeug, Handyhüllen und allem möglichen zum hinstellen und -legen anbieten. Das Anprobieren der Klamotten ist leider nicht möglich sodass man meist nur auf „gut Glück“ kauft. 

Die neuste Mall ist die Parc-Central die sich in die Reihe eingliedert. Von außen hat sie die Fassade eines Schildkrötenpanzers, fällt also relativ schnell auf. Wenn man auf seinem Shopping-Trip eine saubere Toilette sucht, ist man hier genau richtig. Wie bereits in der Taikoo Hui findet man in dieser Mall edlere Geschäfte auch das Ambiente ist entsprechend. Darunter ein sehr großer Apple-Shop, Abercrombie & Fitch, innisfree oder Porsche aber auch H&M und New Balance. 

Neben der Parc Central findet man die TeeMall. Diese bietet ein großes aber irgendwie auch sehr chaotisches Angebot an Kleidung aber auch Elektronik und Accessoires sowie Kosmetikgeschäften. Die letzte Mall in der Reihe ist die Grandbuy welche ich ähnlich bewerten würde. Wahnsinnig viele Geschäfte, viele Wege und Etagen sodass man sich sehr schnell verirrt und den eigentlichen Ausgang nicht mehr findet. Hier kann man sich wirklich arm kaufen. 

Eine Besonderheit der Gegend um das Tianhe Sport Center ist die Fashion Tianhe Plaza. Dazu mehr im nächsten Eintrag.

Mehr Infos und Bilder gibts unter Guangzhou und Tianhe Fashion Plaza

MAC OS High Sierra und das Lightroom Problem

21. Januar 2018

Nach dem Update meines Mac Books auf High Sierra hatte ich leider mit den ein oder anderen Problemen zu kämpfen. Kurz nach dem Update „sperrte“ sich mein Mac und ließ keinen Zugriff mehr auf den Admin-Benutzer zu. Nur über Umwege und das Anlegen eines neuen Benutzers war es möglich, die alten Dateien zu finden. Da ich mich mit dem Mac-System allerdings nicht groß auskenne, war es mir zu unsicher im Admin-Modus rumzuspielen und so ließ ich das Problem durch einen Fachmann lösen.


Nachdem mein Mac wieder normal lief, dann im Dezember das nächste Problem. Jedes Mal wenn ich Lightroom in der aktuellsten Version (5.7.1) öffnete, stürzte es mir kurz darauf immer wieder ab. Dieses Problem trat besonders häufig im “ HSL / SW / Farbe“-Modus auf, wenn die einzelnen Farben korrigiert wurden.
Im Internet findet man einige Links, zu ähnlichen bzw. gleichen Problemen. Darunter:

https://feedback.photoshop.com/photoshop_family/topics/lightroom-5-7-not-working-after-mac-10-13-high-sierra-installationhttps://www.lightroomqueen.com/lightroom-macos-high-sierra-compatibility/http://www.fotocommunity.de/forum/bildbearbeitung-digiart-druck-software/lightroom-5-staendiger-absturz—428627https://forums.adobe.com/thread/2395312https://forums.adobe.com/thread/2395312

Eine Möglichkeit das Problem zu beheben wurde wie folgt erklärt:
1. Finder öffnen
2. „Gehe zu“ oben in der Leiste wählen
3. „alt“ auf dem Mac drücken und „Library“, welches erscheint, öffnen
4. „Preferences“ öffnen und die Datei „com.adobe.lightroom5.plist“ löschen (es empfiehlt sich eine Kopie in einem anderen Ordner zu speichern, damit die Datei nicht komplett gelöscht ist)
5. anschließend Neustart des Macs. 


Fazit: Ich konnte das Problem mit diesem Vorgehen leider nicht lösen, auch nach dem Neustart stürzte bei mir Lightroom immer wieder ab. Somit deinstallierte ich Lightroom komplett um es dann neu zu installieren. Die Installation der Version 5.0 war erfolgreich, seit dem läuft bei mir Lightroom auch wieder ganz normal, nur halt nicht mit der aktuellsten Version. 

Reiseinfo Südkorea

09. September 2017

Reiseplanung: Nachdem die Reise nach China schon Anfang des Jahres feststand, waren wir auf der Suche nach einem weiteren Städte-Reiseziel welches von China aus möglich ist. Zur Auswahl standen neben Tokyo auch Taiwan, Bangkok und Seoul. Nach kurzer Überlegung fiel unsere Entscheidung auf Seoul, da wir schon einiges positives von dieser Stadt gehört hatten und auch sehr gute Flugverbindungen von Guangzhou aus bestanden.

Flug: Von China aus bestehen optimale Flugverbindungen nach Südkorea – Seoul, Flüge von Peking, Shanghai oder Guangzhou sind möglich. Hier fliegen hauptsächlich China Southern oder Korean Air mehrere Male am Tag was für Hin- und Rückflug um die 250€ kostet.
Der Flug von Guangzhou aus dauert um die 3,5 Stunden, ein typisch chinesisch/korenaisches Essen ist natürlich inklusive, allerdings Geschmacksache 😉

Geld wechseln: Um für den Busshuttle das nötige Geld zu haben,empfiehlt es sich bereits einen kleinen Teil im Flughafen umzuwechseln. Die Wechselkurse sind hier allerdings nicht so gut und man macht in den meisten Fällen etwas Verlust. Beim Rückwechseln des Geldes in € wurde mir eine kleine Wechselstube in unserem Viertel empfohlen. Hier war es möglich, das komplette Geld bei zwei netten älteren Herren ohne Verluste zurück zu wechseln.

Verwirrend: 10 000₩ (Won) sind umgerechnet ca. 7,50€. Ein Abendessen für 8000₩ sind also vollkommen in Ordnung, auch wenn es einem sehr teuer erscheint.

Bustransfer:
Um vom Flughafen Seoul-Incheon, der etwas außerhalb der Stadt liegt, in die Innenstadt zu gelangen, bietet sich der „Airport Limousine Busshuttle“ an. Tickets für den Bus 6011 lassen sich in der Ankunftshalle im Bereich 5B oder 11 B für 10 000 Won kaufen was ca. 7,50€ entspricht. Nach ca. 1-1,5 Std. ist man je nach Verkehr im Insa-Dong-Viertel.

Hostel: Da wir uns auf unserem Stadt-Trip nicht nur Malls und Einkaufsstraßen anschauen wollten, haben wir uns für ein Hostel im Insa-Dong-Viertel entschieden. Dieses liegt zum Einen in der Nähe von verschiedenen U-bahnstationen, zum Anderen sind auch die Paläste fußläufig zu erreichen.

Im K-Guesthouse Insadong kamen wir für 5 Nächte (knapp 110€ inclusive Frühstück) in einem Doppelzimmer mit kleinem Bad unter. Restaurants und viele kleine Läden waren direkt in der Nachbarschaft, eine Geldwechselstube auf der anderen Straßenseite. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich, helfen einem mit Karten, Regenschirmen und vielen Tips sehr gerne aus.

Must-do:

  • Geyeongbokgung Palast: gehört zum Größten von fünf in der Joseon-Dynastie errichteten Paläste. Hier kann man einige Stunden verbringen, die vielen kleinen Gebäude, Parks und Seen anschauen. Eintritt: 3000₩
  • Changdeokgung Palast: ein weiterer Palast der seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Er liegt fußläufig zum Insa-Dong Viertel und  Bukchon Hanok Village liegt. 
    Eintritt: 1000₩
  • Bukchon Hanok Village: ist ein traditionelles koreanisches Dorf welches zum Bummeln durch die kleinen Gassen einlädt. Hier findet man neben dem Fisch-Eis, welches man auf jeden Fall probiert haben sollte, auch einige Restaurants und Bäckereien. Eintritt ist frei. 
  • Namsangol Hanok Village: liegt im Süden des Insa-Dong Viertels und ist auch fußläufig zu erreichen. Es handelt sich um einige traditionelle Häuser die allerdings nur von außen besichtigt werden können. Ein kleiner Park mit See laden zum Erholen vom Stadt-Stress ein. Eintritt ist frei.
  • Namdaemun Markt: lässt sich sehr gut mit dem Namsangol Hanok Village verbinden. Es handelt sich um einen sehr großen traditionellen Markt auf welchem man von Socken über Schuhe, Hüte, Kleidung alles findet was das Herz begehrt, darunter allerdings auch viel Schund. Ein Must-do ist hier die „Mutti-Küche“! Hier kochen in einer schmalen Gasse koreanische Frauen ihre Gerichte wie Bibimbab oder auch Nudelsuppe. Für 5000₩ wird man satt und erlebt noch etwas.
  • Myeongdong Markt: ist der Markt bzw. die Straße für Katzensocken, Katzencafes und den Apple-Frisbeeshop. Abends eröffnen auf den Straßen die Essensstände die viele traditionelle Snacks anbieten.
    Für das Katzencafe zahlt man häufig 9000₩ Eintritt, ein Getränk ist inklusive. Es ist ein nettes Erlebnis und lässt einen ein paar Stunden den Shopping-Stress vergessen.
    Wer zufällig ein neues Handy benötigt, sollte die Reise nach Seoul nutzen. Im Frisbeeshop findet man sämtliche Appleprodukte deutlich günstiger (-100€). Handelt es sich um einen Tax-free shop, sollte man unbedingt die vom Shop ausgegebenen Unterlagen sorgfältig aufbewahren und sich am Flughafen die Mehrwertsteuer zurückholen. So erhält man teilweise nochmal um die 20-30€ zurück. 

Mehr Bilder gibt unter Südkorea

Tamron – 70-300mm Telezoom

17. Juli 2017

Nach dem Tamron 90mm Objektiv habe ich mir als letzte Anschaffung das Tamron 70-300mm Objektiv  gekauft. Dieses Objektiv stellt eine optimale Erweiterung zum Canon Objektiv mit einer Brennweite von 18-135mm dar. Es ersetzt die letzten fehlenden Meter!

Für Aufnahmen von Sonnenuntergängen aber auch für die Fotografie von Wildtieren eignet es sich super. Man kommt ohne entdeckt zu werden nah an die Tiere ran und kann diese somit optimal ablichten. 

Eine Schwachstelle die ich feststellen musste sind allerdings die Aufnahmen bei maximalem Zoom. Hier hat man doch öfters das Gefühl, dass keine 100%-ige Schärfe erreicht wird und die Bilder etwas rauschen. Gerade bei Bildern die viele Details zeigen finde ich das Rauschen doch etwas störend.