Mozart 100

Auf ein spontanes Ultra-Trail Wochenende ging es für Frido am 23.05. beim Mozart 100 Ultra (72km / 3300hm) auf die Strecke. Nachdem Liv zum Litauen Urlaub unterwegs war, suchte sich Frido kurzerhand ein weiteres Trail-Abenteuer, in das er sich stürzen konnte. Relativ kurzfristig fanden wir ein Startplatz-Angebot für den bereits ausgebuchten Wettkampf auf Kleinanzeigen. Mit den Veranstaltern und der Verkäuferin abgesprochen wurde der Startplatz auf Frido umgebucht und dem Abenteuer stand nur noch die etwas längere Anreise bevor.

Diese erfolgte für Frido Donnerstagabend von Schwärzenbach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln per Bus und Bahn und durch die Nacht auf Freitag mit dem Flixbus von Freiburg, Straßburg, München bis nach Salzburg. Von dort war es dann „ein leichtes“ mit dem Bus zur Jugendherberge und von dort zu Fuschl am See, wo sich die Startnummernausgabe befand.


Frido ist neben seiner (Trail)-Laufbegeisterung auch Klassik-Liebhaber, weshalb am Freitagabend gleich noch eine joggende Stadterkundung auf dem Plan stand. Hier wurden auch die beiden Hausberge und die Geburtsstadt von Mozart erkundet.

Am Samstagmorgen ging es für ihn dann mit einem der Shuttle-Busse um 06:30 Uhr von Salzburg nach St. Gilgen. Dort befand sich der Start für die 70km-Distanz. Vor Ort konnten die Läufer ihre „Drop-Bags“ abgeben, die bei Kilometer 33 in Faistenau oder im Ziel wieder entgegengenommen werden konnten. Der Start erfolgte in drei Wellen ab 08:00 Uhr. Zuerst durften die Elite-Männer starten, eine Minute später die Elite-Frauen und um 08:03 Uhr die restlichen Läufer. Um das Startfeld zusätzlich zu entzerren, wurden die Läufer nacheinander durch einen schmalen Startkanal auf die Strecke gelassen. Dies ermöglichte, dass die 600 Starter gut verteilt auf die Strecke durch den Ort und auf den ersten Anstieg kamen.


Nach wenigen Kilometern verließen die Läufer den Ort und kamen direkt an den ersten langen und steilen Aufstieg bis auf den Gipfel des Zwölferhorns. Hier wurden direkt zu Beginn 1000 Höhenmeter bewältigt.
Von dort wurde man jedoch mit einem gigantischen Panoramablick belohnt und Frido ließ es sich nicht nehmen, von ein paar Wanderern ein Gipfelfoto schießen zu lassen. Nach knapp 10km gab es auf der Illingeralm den ersten VP, bei dem Frido lediglich die Getränke auffüllte und direkt weiter auf den nächsten Anstieg über den Illingerberg fortsetzte.

An der Schafbachalm waren dann bereits knapp 19km/1387hm bewältigt und die zweite VP wartete auf die Läufer. Von dort führte die Strecke im Auf und Ab mit Panoramablick auf die umliegenden Gipfel sowie an schönen Seen vorbei.
In Faistenau, bei Kilometer 33 gab es den ersten Snack und die Temperaturen stiegen zunehmend an. Frido lief eine längere Zeit mit einer der ersten Frauen und wunderte sich, wie er plötzlich im vorderen Feld mitlief.

Ohne große Aufregung nahm er dies zur Kenntnis und freute sich über die Bekanntschaften und Gesprächen auf den Trails. Es lagen noch einige Kilometer und auch Höhenmeter sowie die sengende Hitze der Sonne bevor.
Dankenswerterweise hatten neben den offiziellen Verpflegungsstationen auch einige Anwohner an der Strecke mit Gartenschläuchen oder sogar kleinen Wasserstationen unterstützt.

Für Frido ging es in Hof in die letzte VP, bei der es ein Energy-Cola-Weizen als wilde Kombi gab. Mit guter Musik auf den Ohren und der Gewissheit, dass das Ziel in unter 10 Kilometer und unter der eigens gesetzten Zielzeit von 10 Stunden erreicht wird, ging es nochmal mit voller Energie in den Endspurt.
Mit diesem und natürlich dem extra Zielsprint auf den letzten Metern erreichte Frido nach 8:33:59 das Ziel in Fuschl am See. Damit war er nicht nur knapp 1,5 Stunden schneller als erhofft, sondern auch Gesamt 27er.
Eine Abkühlung im Fuschl See und das ein oder andere Finisher-Bier mit anderen Mitläufern (beim längeren Warten bis das Gepäck ankam) ließ er das Rennen Revue passieren, wobei das Realisieren über den Erfolg noch einige Tage brauchte.