Mitte Mai fand die zehnte Jubiläumsausgabe des belgischen Beer Lovers Marathon in Lüttich statt. Ben und Frido starteten hier als große Bierliebhaber für den RC Badenweiler. Denn es geht nicht immer nur um Höhenmeter und lange Strecken sondern auch um den Spaß und tolle Erlebnisse! Mit dem Zug von Freiburg aus war die Anreise relativ entspannt und der Zwischenstop in Köln konnte direkt für eine kleine Bier-Degustation am Kölner Dom genutzt werden. Das „Carboloading“ sah im Allgemeinen ein bisschen anders aus als sonst.
Der Start und Ziel des Laufs erfolgten am Kongresszentrum in der Innenstadt. Am Vortag konnten die Startnummern abgeholt werden. Passend zum Jubiläum gab es für die Läufer einen Kunststoffbecher, ein Startnummernband, ein T-Shirt, eine Trucker Cap mit Aufschrift und ein Bier.



Die knapp 3000 Läufer wurden in Wellen zu 600 Personen auf die Strecke gelassen. Eine Verkleidung ist zwar nicht Pflicht, ein „normalo“ fällt in der Masse an verkleideten Läufern aber sehr auf. Das diesjährige Motto lautete „aus aller Welt“. Während der eine als Franzose lief, traf man auf der Strecke aber auch auf verkleidete Kölsch-Dosen, Tiger und Dompteure und uns, verkleidet als Rotkäppchen und der Wolf – entlaufen aus der Märchenwelt.





Bereits am Start war die Stimmung ausgelassen und ein DJ sorgte für gute Musik. 600 m nach dem Start gab es ein „Petit Dejuner“, ein Frühstück in Form eines Schokokroissants. Als Ergänzung zum ersten Bier, das es bereits zum Frühstück gab, ein Genuss!
Wie der Name des Laufs vermuten lässt, gab es auf der Strecke jede Menge Bier. So fand sich der erste offizielle Verpflegungspunkt mit einer Bierstation nach circa 3,5 km wieder. Dort erhielten die Läufer in ihre Kunststoffbecher circa 0,15 l Bier, auf Wunsch natürlich auch Wasser. So schlängelte sich die Strecke und im Verlauf des Wettkampfs auch die Läufer um Lüttich herum.



Insgesamt 16 Stationen mit unterschiedlichen Bieren wurden auf der Strecke geboten. Dabei führte die Strecke teilweise auch über kleine Trails und auf Hügel hinauf, mit insgesamt über 500 Höhenmetern Differenz. Das machte den Lauf mit einer Deadline von 6:30 Std. und den ganzen Bierstationen in gewisser Weise auch ganz schön anspruchsvoll. An den Stationen waren meist DJs oder Livebands geboten, die nicht nur für die Läufer für gute Unterhaltung sorgten. Nach Erklimmen der Bueren-Berg-Treppe, mit über 370 Stufen, war der höchste Punkt des Laufs erreicht und die Läufer konnten langsam, aber sicher das Ende erahnen.



Nach absolviertem Lauf konnten alle teilnehmenden noch bis 18:00 Uhr im Kongresszentrum an der Afterparty teilnehmen. Auch hier wurde wieder reichlich Bier ausgeschenkt und man blieb nicht durstig. In Summe war es ein toller und lustiger Lauf, bei dem weniger das zeitliche Ziel als der Genuss und die Gaudi im Vordergrund standen. Der Gesamtbierverbrauch lag bei knapp 90ml Bier/km und muss definitiv nicht nachgemacht werden….Marathon du Médoc kann nach diesem Trainingslauf aber definitiv kommen!
*dieser Laufbericht wurde durch Liv modifiziert, die vor lauter Bier-Facetimeanrufen irgendwann gefühlt auch einen sitzen hatte 😉